WELTKREBSTAG 2026: Gemeinsam einzigartig
Weltkrebstag 2026: Gemeinsam einzigartig – Sport verbindet
Am 4. Februar 2026 steht der Weltkrebstag erneut unter dem internationalen Motto „United by Unique“. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten – von der eigenen Diagnose bis zu den Erfahrungen von Angehörigen und Wegbegleiter*innen. Diese individuellen Wege zeigen, wie unterschiedlich Krebs erlebt wird, und wie wichtig Zusammenhalt, Verständnis und Unterstützung sind – auch im Sport.
Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln macht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf die bedeutende Rolle von Sport und Bewegung in der Krebsprävention und -nachsorge aufmerksam. Seit 2014 motivieren die Projektpartner insbesondere bislang unentschlossene Menschen zu mehr Bewegung im Alltag. Das geschieht über Outdoor- und Onlinekampagnen, bei Großveranstaltungen, Messen und Kongressen sowie durch einen jährlich stattfindenden Vereinswettbewerb.
Die wissenschaftliche Studienlage zeigt deutlich: Regelmäßige körperliche Aktivität kann während und nach einer Krebserkrankung positive Effekte haben. Bewegung trägt dazu bei, Nebenwirkungen von Therapien zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und das Risiko eines Rückfalls bei bestimmten Krebsarten zu senken.
Vorbilder geben Krebs ein Gesicht
Wie viel Kraft im Sport steckt, zeigen persönliche Geschichten aus dem Spitzensport.
Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger erhielt im Laufe ihrer Karriere gleich zweimal die Diagnose Krebs – und kämpfte sich dennoch zurück an die Weltspitze. Über ihren Weg, ihre Rückschläge und ihren erneuten Aufstieg spricht sie im Podcast „Gesund in Sportdeutschland“.
Auch große Sportveranstaltungen nutzen ihre Reichweite, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Bei der Darts-WM im Londoner Alexandra Palace wurde über den Jahreswechsel auf Prostatakrebs aufmerksam gemacht, verbunden mit einer Spendenaktion. Die Trophäe im Finale überreichte Sir Chris Hoy, sechsmaliger Olympiasieger im Bahnradsport, der selbst seit über zwei Jahren gegen Prostatakrebs kämpft.
Wenn persönliche Schicksale zur Motivation werden
Was Zuschauer*innen oft nicht sehen: Hinter sportlichen Höchstleistungen stehen häufig persönliche Herausforderungen. Der deutsche Hindernisläufer Karl Bebendorf gewann bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden den Titel über 3.000 Meter Hindernis und widmete seinen Sieg seiner schwer erkrankten Mutter. Er beschreibt seine Situation so:
„Mein Mentaltrainer meinte, ich laufe die Saison gerade für zwei Leute […] das ist auch ein Grund für meine Leistungen. Dafür gebe ich alles, jeden Tag.“
Der Weltkrebstag 2026 macht deutlich, wie vielfältig die Erfahrungen mit Krebs sind – und wie Sportler*innen als Vorbilder Hoffnung, Stärke und Sichtbarkeit vermitteln können. Bewegung wird dabei nicht nur zum körperlichen Ausgleich, sondern auch zu einem Zeichen von Mut, Gemeinschaft und Lebenswillen.



