Gemeinsam MoGoNo zukunftsfähig machen
MoGoNo vor wichtigen Weichenstellungen
Unser Verein steht wirtschaftlich vor einer ernsten Herausforderung. Gleichzeitig müssen wir MoGoNo organisatorisch weiterentwickeln und modernisieren, damit Sportbetrieb, Sportstätten und Vereinsleben auch in den kommenden Jahren verlässlich funktionieren können.
Die Anforderungen an MoGoNo sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – bei Sportangeboten, Sportstätten, Organisation und Verantwortung. Gleichzeitig haben sich die Kosten für Personal, Energie, Sportstätten, Verwaltung und den laufenden Betrieb erheblich erhöht. Diese Entwicklung können wir mit der heutigen Finanzierungsstruktur nicht dauerhaft auffangen.
Der Gesamtverein gibt derzeit strukturell mehr Geld aus, als ihm dauerhaft zur Verfügung steht. Diese Lücke konnte in den vergangenen Jahren teilweise durch vorhandene Rücklagen aufgefangen werden. Das ist jedoch keine dauerhafte Lösung. Ohne Veränderungen würden diese Reserven weiter abschmelzen und unser finanzieller Handlungsspielraum zunehmend kleiner.
Die notwendige Veränderung betrifft dabei nicht nur Zahlen und Prozesse. Wir müssen als Verein auch wieder stärker zusammenwachsen. Gegenseitiger Respekt, ein verlässlicher Umgang miteinander und eine bessere Kommunikation zwischen Vorstand, Geschäftsstelle, Abteilungen und Mitgliedern brauchen einen neuen Anfang. Erste Schritte dazu haben wir bereits gemacht – aber wir wissen auch, dass wir hier noch deutlich besser werden müssen.
Genau deshalb beschäftigen sich Vorstand, Geschäftsstelle und Abteilungen seit Monaten intensiv mit der Frage, wie wir MoGoNo wirtschaftlich und strukturell wieder auf ein tragfähiges Fundament stellen können.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine einzelne Maßnahme und auch nicht nur um höhere Mitgliedsbeiträge. Es geht um ein Gesamtbild aus wirtschaftlicher Stabilisierung, Modernisierung und gemeinsamer Veränderung: um unsere Beitragsstruktur, um die Bewirtschaftung unserer großen Sportanlagen, um Verwaltungs- und Personalkosten, Energie, externe Hallenkosten, neue Einnahmemöglichkeiten, bessere Abläufe und um die langfristige Zukunft unserer Sportstätten.
In den vergangenen Wochen haben dazu zahlreiche Gespräche mit den Abteilungen stattgefunden. Die Diskussionen waren offen, teilweise auch kontrovers – gleichzeitig sind viele konstruktive Vorschläge entstanden. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Aus diesen Gesprächen hat sich ein Beitragsmodell entwickelt, das die unterschiedlichen Situationen unserer Abteilungen deutlich stärker berücksichtigt als der ursprüngliche Vorschlag und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Gesamtvereins leisten soll.
Auf der kommenden Delegiertenversammlung müssen nun wichtige Entscheidungen getroffen werden. Eine Anpassung des Grundbeitrags ist aus Sicht des Vorstands notwendig. Gleichzeitig wäre es falsch, den Eindruck zu vermitteln, dass damit alle wirtschaftlichen Probleme gelöst wären.
Auch nach einer Beitragsanpassung bleibt erhebliche Arbeit vor uns. Deshalb haben wir parallel bereits weitere Maßnahmen angestoßen: Wir prüfen eine weitgehende Digitalisierung und Automatisierung unserer Buchhaltungs- und Verwaltungsprozesse, arbeiten an Möglichkeiten zur Senkung von Energie- und Betriebskosten, entwickeln neue Modelle für die Pflege und Unterhaltung unserer Sportanlagen und bauen zusätzliche Partnerschaften und Einnahmequellen aus.
Gleichzeitig entstehen neue Risiken, die wir selbst nur begrenzt beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise die aktuell diskutierten neuen Hallennutzungsentgelte der Stadt Leipzig, die den Verein ab 2027 zusätzlich erheblich belasten könnten. Auch hierzu stehen wir gemeinsam mit anderen Vereinen, Verbänden und politischen Ansprechpartnern im Austausch.
Die Delegiertenversammlung ist deshalb kein Endpunkt, sondern eine wichtige Weichenstellung. Danach beginnt die eigentliche Aufgabe: die wirtschaftliche und strukturelle Stabilisierung von MoGoNo Schritt für Schritt umzusetzen.
Das wird nur gelingen, wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen. MoGoNo braucht in den kommenden Monaten und Jahren die Unterstützung, die Mitarbeit und die Bereitschaft zur Veränderung seiner Mitglieder. Nicht jede Aufgabe lässt sich allein durch Beiträge, hauptamtliche Mitarbeit oder externe Dienstleister lösen. Wir werden deshalb stärker darüber sprechen müssen, wo Mitglieder, Ehrenamt, Abteilungen und Gesamtverein Verantwortung teilen und sich gegenseitig unterstützen können.
Gerade in herausfordernden Zeiten wollen wir damit auch einen neuen Abschnitt im Vereinsleben beginnen: mehr miteinander statt nebeneinander, mehr Verlässlichkeit in der Kommunikation und mehr gegenseitiger Respekt für die unterschiedlichen Aufgaben und Belastungen im Verein.
Dieses „Gemeinsam“ soll dabei nicht nur ein Wort bleiben. Es gibt bereits konkrete Beispiele: Unser Team Programmierung und Digitalisierung arbeitet an einer eigenen MoGoNo-Vereinsplattform und zeigt, welches Know-how bereits in unserem Verein steckt. Für die Modernisierung unserer Sportanlagen möchten wir jetzt ein neues Zukunftsteam Sportstätten aufbauen und Mitglieder mit fachlicher Erfahrung, Ideen und Netzwerken einladen, aktiv mitzuwirken. Und mit unserem ersten Adventssingen im Stadion des Friedens wollen wir ganz bewusst einen neuen gemeinsamen Ort für Begegnung, Austausch und Vereinsleben schaffen.
Genau darum geht es uns: Wir müssen MoGoNo modernisieren und verändern – wirtschaftlich, organisatorisch und im Miteinander. Das gelingt nicht allein in Sitzungen oder durch Beschlüsse. Es braucht Menschen, die mitdenken, mitmachen und Verantwortung übernehmen.
Wir möchten euch künftig regelmäßig und nachvollziehbar darüber informieren, welche Maßnahmen wir umsetzen, welche Einsparungen oder Verbesserungen tatsächlich erreicht werden und wo wir auf diesem Weg stehen.
Nach der Delegiertenversammlung informieren wir ausführlich über die getroffenen Entscheidungen, die neue Beitragsstruktur und die nächsten Schritte unseres Stabilisierungskonzepts